In den vergangenen zehn Jahren hat Nina Zimmer als Direktorin Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee beide Institutionen mit grossem Engagement geprägt. Sie stärkte die internationale Sichtbarkeit, realisierte zahlreiche vielbeachtete Ausstellungen und initiierte neue Formen der Vermittlung. Zudem gestaltete sie den Umgang mit dem Legat Gurlitt massgeblich mit, einem Dossier, in dem das Kunstmuseum Bern neue Massstäbe setzte.
Das Ausstellungsprogramm verband Präsentationen der Alten Meister, Ausstellungen zum Barock in Bern (Der Weg zum Glück. Die Berner Kebes-Tafel und die Bilderwelten des Barock) und der Kunst des 19. Jahrhunderts («Vivre notre temps!» Bonnard, Vallotton und die Nabis) mit bedeutenden Positionen der Moderne und zentralen Stimmen der Gegenwartskunst, darunter viele Künstlerinnen. Herausragend war etwa die Ausstellung Mon Exposition zu Meret Oppenheim, die international grosse Resonanz fand. Weitere prägende Ausstellungsprojekte unter ihrer Ägide widmeten sich Künstlerinnen und Künstlern wie Anni Albers, El Anatsui, Max Bill, Hannah Höch, Lee Krasner, Ernst Ludwig Kirchner, Le Corbusier, Joan Miró, Gabriele Münter, Isamu Noguchi, Carol Rama, Amy Sillman oder Chaïm Soutine sowie der nord- und südkoreanischen Kunst, dem Bauhaus und der brasilianischen Moderne.
Die Ernennung zur neuen Generaldirektorin des Belvedere gilt als Auszeichnung und würdigt Nina Zimmers bisheriges Schaffen. Das Belvedere in Wien gehört zu den grössten Museumskomplexen Europas und ist mit über 2 Millionen Besuchenden im vergangenen Jahr das meistbesuchte Kunstmuseum Österreichs.
«Ich verlasse Bern nicht gern», sagt Nina Zimmer. «Die vergangenen zehn Jahre waren eine intensive und ausserordentlich bereichernde Zeit. Gemeinsam mit den grossartigen Teams in beiden Häusern konnten wir viel realisieren, etwa den Umgang mit dem Legat Gurlitt gestalten und eine Vielzahl faszinierender Ausstellungen zeigen. Gleichzeitig freue ich mich sehr auf die neue Aufgabe in Wien. Ich bin sehr dankbar für das, was ich hier mitgestalten durfte. Dem Kunstmuseum Bern, dem Zentrum Paul Klee und den vielen Menschen in Bern, mit denen ich ein Stück Weg gemeinsam gehen konnte, werde ich mich immer verbunden fühlen.»
Jonathan Gimmel, Präsident des Dachstiftungsrats, sagt: «Die Ernennung von Nina Zimmer zur Generaldirektorin des Belvedere ist eine grosse Auszeichnung – nicht nur für sie persönlich, sondern auch für das Kunstmuseum Bern und das Zentrum Paul Klee. Nina Zimmer hat unsere Institutionen in den vergangenen Jahren mit visionärer Kraft, internationalem Netzwerk und aussergewöhnlichem Engagement geprägt. Dazu zählen bedeutende Ausstellungsprojekte mit internationaler Ausstrahlung ebenso wie ihr engagiertes Wirken für das umfassende Sanierungs- und Zukunftsprojekt des Kunstmuseum Bern. Dass eine so bedeutende europäische Institution sie nun an ihre Spitze beruft, erfüllt uns mit Stolz. Wir danken Nina Zimmer herzlich für ihr Wirken in Bern und wünschen ihr für diese neue Aufgabe alles Gute und viel Erfolg.»
Bis Herbst 2026 bleibt Nina Zimmer Direktorin in Bern und begleitet die laufenden Projekte weiter wie bisher. Die nächsten Ausstellungseröffnungen sind im Juli die Eröffnung von Anne Loch. Malerei: Na und? im Zentrum Paul Klee und im August die Eröffnung der lange antizipierten grossen Franz Gertsch-Ausstellung im Kunstmuseum Bern, die gemeinsam mit dem Museum Franz Gertsch realisiert wird.
Die international ausgerichtete Suche nach einer Nachfolge startet im April. Hierzu wird der Dachstiftungsrat eine Findungskommission mit nationalen und internationalen Expert:innen einsetzen.
Medienkontakt:
Martina Witschi
Kommunikation & Medienarbeit
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Das Zentrum Paul Klee: Die weltweit umfassendste Sammlung von Werken von Paul Klee, Ausstellungen zu bedeutenden zeitgenössischen und modernen Künstler:innen, Meisterkonzerte, Lesungen, das Creaviva, Agrikultur und das Kompetenzzentrum für die Erforschung, Vermittlung und Präsentation von Paul Klee vereint in einem einzigartigen Kulturzentrum.
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